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Meldungen

Revolutionärer Pazifismus im Volksheim Eimsbüttel am Ende der Weimarer Republik

Rolf von Bockel, der in unserem aktuellen Programm Referent war, schenkte uns sein in der zweiten, erweiterten Auflage 2019 herausgekommenes Buch „Kurt Hiller und die Gruppe Revolutionärer Pazifisten (1926-1933). Ein Beitrag zur Geschichte der Friedensbewegung und der Szene linker Intellektueller in der Weimarer Republik“. 

 

Aus Sicht der Eimsbütteler Geschichte ist interessant, dass sich die Hamburger Ortsgruppe der GRP 1931/32 zu zahlreichen Veranstaltungen und Vorträgen im Volksheim Eimsbüttel in der  Eichenstraße 61 und ab Ende 1932 im Cafè Timpe in der Grindelallee 10 traf (S. 409-411). Am 7. April 1932 referierte Fritz Wolffheim zum Thema „Revolutionärer Pazifismus und Wehrhaftigkeit der Revolution“. (S. 410) Vielleicht nahm er dabei auch Bezug auf die Auseinandersetzungen am 5. und 6. November 1918 an den Kasernen in der Bundesstraße, bei denen der junge Sozialist Friedrich Peter erschossen wurde (s. Militarismus, Revolution und soziale Not 2013. S. 24ff.) Zudem lebte der Leiter der Ortsgruppe Kurt Zornig in Altona-Stellingen zunächst im Steenwisch 22 und später in der Kieler Straße 59 (S. 408/383).

 

http://www.bockelverlag.de/Einzeltitel/Hiller-GRP.html

 

Anzeige aus: Chronik der Menschheit, 1932, S. 708

Lebertran & Rock'n Roll - Jugend in den 1950ern

29. Oktober 2019

Am 22. Oktober las Maren Witte bei uns aus ihrem Buch "Lebertran & Rock'n Roll" vor. Alle Stühle im Raum waren besetzt und unser Publikum lauschte gebannt Marens Stimme, die von Mauerlaufen, Trümmerspielen, Hunger und Frieren, Einschulung, Petticoats und dem ersten Kuss erzählte. Das Buch kostet €8,80 und kann bei uns gekauft oder über die Autorin bezogen werden: marenwitte@t-online.de

 

Resolution der Mitgliederversammlung des Vereins Morgenland e.V.

21. Oktober 2019

„Die Galerie Morgenland / Geschichtswerkstatt Eimsbüttel versteht ihre Geschichts- und Kulturarbeit als Teil des Kampfes gegen Faschismus, Rassismus, Fremden- und Menschenfeindlichkeit sowie Antisemitismus. Wir sind der Auffassung, dass die kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit angesichts der zunehmenden Verrohung unserer Gesellschaft eine unabdingbare Notwendigkeit besitzt. Dabei darf es nicht beim Lippenbekenntnis eines „Nie wieder“ bleiben, vielmehr ist das Wissen um die Geschichte die Verpflichtung zum entschiedenen Kampf gegen Rechts im Hier und Jetzt. Angesichts des antisemitischen Anschlags in Halle (Saale) am 9. Oktober 2019 solidarisieren wir uns mit den Opfern, ihren Angehörigen sowie den jüdischen Gemeinden. Wir werden in nächster Zeit auf unserer Homepage einen Artikel veröffentlichen, der verdeutlicht, dass jüdisches Leben ein wichtiger und untrennbarer Teil der Eimsbütteler Geschichte war und ist.“

"Gezweckt & Aufgemöbelt" landet unter den besten 31 Publikationen zu Hamburg

20. Oktober 2019

HamburgLesen: Jedes Jahr vergibt die Staatsbibliothek Hamburg einen Preis für ein Buch, das sich in herausragender Weise mit dem Thema Hamburg befasst. Zusammen mit der Fotografin Frederika Hoffmann freuen wir uns sehr, dass unser Buch zu inhabergeführten Geschäften in Eimsbüttel es auf die "Longlist" schaffte, also von der Jury unter die besten 31 Publikationen gewählt wurde.

Die Preisverleihung findet am 25.10.2019 um 17 Uhr im Lichthof der Staatsbibliothek statt. Mehr Infos unter hamburglesen.de

John Lennon zum Gedenken

9. Oktober 2019

Heute wäre der Beatle John Lennon 79 geworden. Für uns ist das ein Anlass, uns bei Andreas Böhle zu bedanken, der eine Art Schulheft mit Zeitungsausschnitten über die Beatles bei uns vorbei brachte. Jemand hatte es in das Tauschhaus am Stellinger Weg gebracht. Herr Böhle sah es und fand, es sei bei uns besser aufgehoben. Wenn Sie auch solche "Schätze" haben oder finden, bringen Sie sie zu uns.

Informationen zum Zigarrengeschäft Saalfeld gesucht

1. Oktober 2019

Heute recherchierte Peter Saalfeld zur Geschichte seiner Familie bei uns. Besonders interessierte ihn das ehemalige Tabak- und Zigarrengeschäft seines Großvaters Eli Saalfeld im Eppendorfer Weg 52. Im selben Haus in der linken Ladenhälfte war die Bäckerei Wulf ansässig. Peter Saalfeld forscht aber auch zur Geschichte seines Vaters, Rudolf Saalfeld, der als Widerstandskämpfer gegen den NS verfolgt und u.a. zur Zwangsarbeit verpflichtet wurde. Die Familie lebte einige Zeit in der Nachkriegszeit in der Osterstraße 19 bevor sie nach Lokstedt umzog. Liebe Eimsbüttelerinnen und Eimsbüttler, wenn Sie noch Fotos und persönliche Erinnerungen zum Wohnhaus in der Osterstr. 19 und zu den beiden Geschäften im Eppendorfer Weg 52 haben, leiten wir diese gerne an Peter Saalfeld weiter. Die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel dankt Peter Saalfeld herzlich für die Bücherspende einiger Hamburgensien aus Besitz seines Vaters Rudolf.

Eli Saalfeld (re.) in seinem Tabakwarengeschäft 1921