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Veranstaltungen

Donnerstag, 08. Oktober 2026, 19:15 UHR

Kunst und Kontakt

Austausch über nicht kommerzielle Ausstellungsorte



Off space, Produzentengalerie, non-profit-gallery, Kulturzentrum und Kunstverein - welche Institutionen und Räume gibt es in Norddeutschland mit welchen Konzepten und Möglichkeiten? Wo kann man sich informieren? Bringen die open calls Frust oder Lust? Über diese Fragen möchten wir uns mit Ihnen im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe "Kunst und Kontakt" am Donnerstag, 8. Oktober 2026 austauschen!

Wenn Sie in dieser Reihe unserer Galerie Morgenland ein (eigenes) Kunstwerk vorstellen möchten, das Sie beschäftigt und über das Sie gern in der Runde sprechen möchten, melden Sie sich beim Orga-Team Beatrice Dettmann und Maren Goldenbaum-Henkel unter kunstundkontakt@hamburg.de. 

Die Teilnahme an "Kunst und Kontakt" ist kostenfrei. Spenden und etwas zum Knabbern für den Abend sind gern gesehen. Wir freuen uns auf einen interessanten Austausch!

Galerie Morgenland. Foto: A. Rees

Dienstag, 02. Juni 2026, 19:00 UHR

Avantgarde in der Osterstraße

Der Architekt Karl Schneider



Karl Schneider gehört zu den Pionieren des Neuen Bauens und war in den 1920er Jahren über Hamburgs Grenzen hinaus international bekannt. Ecke Osterstraße/Heußweg baute er 1928 den ersten modernen Geschosswohnungsbau von Eimsbüttel. Darin war auch das Großkino Emelka-Palast, eines der modernsten Kinos Deutschlands. Ruth Asseyer und Patrick Bleckwedel (Karl Schneider Gesellschaft e.V.) geben in ihrem Vortrag einen Überblick über Leben und Werk des Avantgarde-Architekten.

Moderation: Susanne Kondoch-Klockow

Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über Spenden.

Wohnanlage Heußweg/Osterstraße 1928, Copyright: Petra Vorreiter/ Ernst Scheel Archiv

Dienstag, 05. Mai 2026, 17:30 UHR

"Papa Schulz" – Wie sozial ist die Osterstraße?



In der Dokumentation „Papa Schulz und die Osterstraße“ erfährt ein an Demenz erkrankter 85-jähriger Eimsbütteler in seinem Umfeld Nachbarschaftshilfe und Freundlichkeit. Er ist immer zu Fuß unterwegs, plaudert mit Verkäufer*innen und wird aufgefangen von den Menschen in seiner Umgebung. Der Film entstand 2014. Wäre so etwas heute auch möglich? Ist die Osterstraße noch - oder vielleicht wieder - eine soziale Meile? Kann sie als Spiegel des Stadtteils gesehen werden?

Im Rahmen der "Osterstraßen"-Reihe laden wir ein, den 30-minütigen Film zu sehen und im Anschluss daran zu diskutieren! Der Filmemacher Michael Kottmeier und zwei Eimsbüttelerinnen sind dabei, die die Osterstraße und Eimsbüttel aus unterschiedlichen Perspektiven kennen: Davina Kronshage von Kemenate Frauen Wohnen e.V., dem Tagestreff für wohnungslose Frauen, und Arlette Andrae, Mitbegründerin des Kreativhauses e.V. und vormals Osterstraße e.V. Moderiert wird der Abend von Martin Kempe.

Die Veranstaltung findet im FilmRaum in der Müggenkampstraße 45 statt. 



DVD Cover | k-Film Produktion
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über Spenden.



Dienstag, 28. April 2026, 17:30 UHR

"Osterstraßen-Spaziergang" – Film und Gespräch

Zur Geschichte des Hamburger Stadtteils Eimsbüttel



Kurt Groenewold, ein bekannter Rechtsanwalt aus Eimsbüttel, und der Architekt Karl Schneider (1892-1945) führen durch die Straße - teils "in echt" und teils als gezeichnete, animierte Figuren. Sie treffen berühmte alte und neue Eimsbütteler, erzählen Wissenswertes und Anekdoten. Dabei wird aus diesem besonderen Spaziergang durch die Osterstraße zugleich einer durch die Geschichte Eimsbüttels.

Im Rahmen der "Osterstraßen"-Reihe zeigen wir den Film von Dr. Birgit Kiupel und Andre Piontek, die dafür viel bei uns in der Geschichtswerkstatt recherchiert haben. Anschließend laden wir Sie ein zum Gespräch mit einem der Protagonisten: Sie haben die Gelegenheit, sich mit Kurt Groenewold über unseren Stadtteil auszutauschen. Sandra Latussek führt durch den Abend. 

Skizze Birgit Kiupel, Foto Klaus Westermann, Layout Peter Vopelius, Edition Groenewold
Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über Spenden.


Trick- und Interviewfilm (66 Minuten / 2024) von Birgit Kiupel/Andre Piontek. 

Der Film wird gezeigt im "FilmRaum" in der Müggenkampstraße 45.



Sonntag, 19. April 2026, 14:00 - 17:00 UHR

Tag der Geschichtswerkstätten 2026

Eröffnung der Veranstaltungsreihe "Osterstraße"



Die wohl bekannteste Straße des Stadtteils steht im Mittelpunkt unserer Veranstaltungsreihe, die wir am "Tag der Geschichtswerkstätten" eröffnen.

14.00 Uhr: Begrüßung und Vorstellung der Reihe. Sandra Latussek und Dr. Anke Rees

14.30 Uhr: Ausstellungseröffnung "Osterstraße - Zeitformationen". Werner A. Schöffel, Künstler und Kurator der Galerie Morgenland. Moderation Dr. Matthias Oppermann

16.00 Uhr: Vortrag "Zwischen Pferdefuhrwerken, Kinotempeln und Widerstand. Geschichte(n) aus der Osterstraße". Dr. Birgit Kiupel, Historikerin. Moderation Dr. Anke Rees

Bis 17.00 Uhr: Büchertisch, Klönschnack, Kaffee & Kuchen

Alle Veranstaltungen an dem Tag sind kostenfrei! Wir freuen uns über Spenden.

Die Reihe läuft bis zum 14. Juni. Die Infos zu den weiteren Vorträgen, Ausstellungen, Film- und Diskussionsabenden finden Sie im Programmflyer der Osterstraßen-Reihe.


Sonntag, 19. April 2026, 16:00 - 17:00 UHR

Zwischen Pferdefuhrwerken, Kinotempeln und Widerstand

Geschichte(n) aus der Osterstraße

Vortrag von Dr. Birgit Kiupel



Kommen Sie mit auf einen "Spaziergang im Sitzen": Die Historikerin Dr. Birgit Kiupel führt Sie in unseren Räumen am "Tag der Geschichtswerkstätten" durch die Geschichte der Osterstraße. Der Vortrag beleuchtet, wie diese besondere Verbindungsstraße zur zentralen Flaniermeile in Hamburgs einwohnerstärkstem Stadtteil Eimsbüttel wurde, der sich aus dem kleinen Dorf „Eymersbuttele“ entwickelte und erstmals 1275 urkundlich in einem Kaufvertrag erwähnt wurde. Birgit Kiupel gibt einen Überblick zur Entwicklung von Konsum, Kino und Gastronomie, aber auch zu Antisemitismus, Nationalsozialismus und Studierendenbewegung. Sie fragt nach Zeugen der "Moderne",  alten wie aktuellen Brennpunkten und zeigt Möglichkeiten bürgerschaftlichen Mitwirkens auf.

 

Illustration Birgit Kiupel
Alle Veranstaltungen am heutigen Tag sind kostenfrei! Wir freuen uns über Spenden.

Dienstag, 24. Februar 2026, 19:00 UHR

"Sollen Weiber rudern?"

Vortrag mit Diskussion



Aus Rücksicht auf ihre Gesundheit sollten Frauen besser keinen Rudersport betreiben – diese Ansicht vertrat ein Mediziner 1924. Er veröffentlichte dazu unter dem Titel "Sollen Weiber rudern?" einen Artikel in der Zeitschrift "Wassersport". Das tat jedoch der Begeisterung fürs Rudern bei Frauen keinen Abbruch. Immer mehr entdeckten den Sport für sich. So wurde auch 1925 der Hamburger Damen-Ruder-Club (HDRC) gegründet. Das 100-jährige Jubiläum nahm der Verein zum Anlass, seine Vergangenheit aufarbeiten zu lassen. Dr. Marcel Bois, Wissenschaftler an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (FZH), hat die Geschichte des HDRC, vor allem während der Zeit des Nationalsozialismus und den Umgang damit bis 1965, untersucht. Die Ergebnisse der Studie stellt der Referent an diesem Abend vor.

Im Anschluss ist Zeit für Fragen und Gespräche. Auch Mitglieder des Ruderclubs werden dabei sein. Die Publikation zur Studie kann am Abend erworben werden.

Bootstaufe der Hamburger Ruderinnen, 1939 | Foto: Archiv des Hamburger Ruderinnen-Clubs von 1925 e.V.



Die Veranstaltung wird moderiert von unserem Mitglied und Rundgangsleiter, dem Historiker Jonas Jakubowski. 

Eintritt frei – wir freuen uns über Spenden!

 

Dienstag, 27. Januar 2026, 19:00 UHR

Ille Wendt – Im Widerstand gegen den Faschismus



Während der NS-Diktatur war Ille Wendt gemeinsam mit ihrem Mann Walter Wendt aktiv im Widerstand. Ihr Mut und ihr Einsatz für soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung prägten ihr gesamtes Leben. Ihre Enkelin, Mascha Kirchner, hat zum politischen und sozialen Wirken ihrer Großmutter anhand von Briefen, Tagebüchern, Fotos und Interviews aus dem Familiennachlass geforscht. An diesem Abend berichtet sie darüber mit besonderem Blick auf die frauenspezifischen und transgenerationellen Zusammenhänge.

Ille Wendt (1908–1993) wuchs in Köln in kleinbürgerlichen Verhältnissen auf. Schon früh emanzipierte sie sich von ihrem deutsch-nationalen Elternhaus und fand über Jugendgruppen der Wandervogelbewegung und der Gewerkschaft den Weg zum Kommunistischen Jugendverband Deutschlands (KJVD). Um einer drohenden Zwangseinweisung in ein Kloster zu entkommen, floh sie mit 17 Jahren nach Hamburg. Hier engagierte sie sich politisch und gesellschaftlich – unter anderem für Kinder- und Frauenrechte – und stellte sich früh dem aufkommenden Faschismus entgegen.

Foto: Mascha Kirchner / Nachlass Ille Wendt
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der VVN/BdA statt.

Eintritt frei - wir freuen uns über Spenden!