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Veranstaltungen

Dienstag, 13. Dezember 2022, 19:00 UHR

Mut zum Widerstand

Lesung zum Gedenken an Erasmus Schöfer



Im Juni 2022 starb der Kölner Schriftsteller Erasmus Schöfer im Alter von 91 Jahren. Er war Autor der epochalen Roman-Tetralogie "Die Kinder des Sisyfos", eine Chronik der linken und sozialen Kämpfe und Bewegungen von der Studentenrevolte bis zum Mauerfall. Ein vielschichtiges Bild der Zeitgeschichte von großer Authentizität, in dem sich eigenes Erleben widerspiegelt. Ein kämpferisches Werk aus dem Gauben heraus, dass Literatur die Lebensverhältnisse der Menschen mit verändern kann.

 

Als konsequenter Pazifist hat sich Erasmus Schöfer Zeit seines Lebens für den Frieden und gegen den Krieg engagiert. In den "Kalendergeschichten des rheinischen Widerstandsforschers" schildert er Ereignisse und Taten aus verschiedenen Zeiten und Ländern von mutigen Menschen, die es gewagt haben, durch riskante Handlungen etwas zu verhindern oder zu verändern.

 

Einige dieser Geschichten tragen Charlotte Böhm und Marianne Walz vom Freundeskreis Erasmus Schöfer e. V. vor.

 

Autorenfoto: Privat/ Cover: Dittrich Verlag

Vortragende: Charlotte Böhm und Marianne Walz vom "Freundeskreis Erasmus Schöfer e. V."

Eintritt: freiSpende erbeten

Donnerstag, 26. Januar 2023, 19:00 UHR

Der Fall Julian Assange

Lesung aus Nils Melzers Report über die Geschichte einer Verfolgung



Seit zehn Jahren, als ,Wikileaks’ mit dem ,Afghan War Diary’ Kriegsverbrechen der USA enthüllte, ist der Gründer der Enthüllungsplattform Julian Assange einer gnadenlosen Verfolgung ausgesetzt: Verhaftung in Schweden unter dem Vorwand der Vergewaltigung, Ermittlung wegen Spionage, ständige Überwachung im Londoner Asyl, Zermürbungstaktik durch Verzögern des Gerichtsverfahrens. Bei der geforderten Auslieferung an die USA droht ihm lebenslange Haft. Obwohl offensichtlich ist, dass hier ein abschreckendes Exempel statuiert werden soll, wird in den Medien nur spärlich darüber berichtet, die Politik schweigt weitgehend.

 

Eine umfassende und klare Darstellung hat der Schweizer Ex-UNO-Sonderbeauftragte für Folter Nils Melzer, inzwischen Direktor für Völkerrecht beim Internationalen Roten Kreuz, nach über fünfjähriger Recherche veröffentlicht. Am entwürdigenden und diskriminierenden Verhalten gegenüber Assange habe sein Bericht nichts geändert, sagte der Autor in einem Interview, jedoch die öffentliche Wahrnehmung positiv beeinflusst.

 

Weil es in diesem Fall um die Verteidigung der Pressefreiheit geht, erscheint Solidarität hier so besonders wichtig. Als Journalistin ist es Charlotte Böhm ein besonderes Anliegen, durch eine Lesung aus Nils Melzers Buch dazu ein wenig beizutragen.

 

Copyright Piper Verlag

Aus dem Buch liest Charlotte Böhm.

Eintritt: freiSpenden willkommen