slider

rundgänge

  • 01. September 2019, 14:00

    Aus Frankreich in den Tod geschickt - Fanny und Werner Glückstadt

    Historischer Ortstermin mit Marut G. Perle

    Ende März 1933 brachte der Hamburger Richard Glückstadt seine Ehefrau Fanny und seine drei Söhne Siegfried, Manfred und Werner ins belgische Brüssel. 1939 wurde die Familie von Nazideutschland „ausgebürgert“. Nach dem Einmarsch der Wehrmacht im Mai 1940 wurde Richard Glückstadt im Sommer verhaftet und erlag im September den Folgen der Gestapohaft. Den beiden ältesten Söhnen Siegfried und Manfred gelang es, aus Frankreich nach Lateinamerika auszureisen.


    Fanny und Werner Glückstadt wurden im August 1942 in Südfrankreich verhaftet und Anfang September im selben Zug aus Drancy nach Auschwitz deportiert. Werner Glückstadt wurde vor Ankunft in Auschwitz bei Cosel mit anderen männlichen Deportierten zur Zwangsarbeit bei der Organisation Schmelt selektiert und unbekannten Datums im Winter 1942/43 ums Leben gebracht. Die im Deportationszug Nr. 28 verbliebene Fanny Glückstadt erreichte am Abend des 6. Septembers 1942 Auschwitz-Birkenau.

    Treffpunkt: Ausgang U 3 Eppendorfer Baum, Dauer: 1,5 Stunden

    Eintritt: 5 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt frei
  • 15. September 2019, 14:00

    Leopold Sussmann, Hamburger Reichsbahnbeamter

    Historischer Ortstermin mit Marut G. Perle

    Die Machtübernahme des Nazi-Regimes 1933 bedeutete das Ende der beruflichen Existenz von Leopold Sussmann. Im Alter von 49 Jahren wurde er 1925 Mitglied der Reichsbahndirektion Altona und hatte seitdem das Dezernat Wärmewirtschaft verantwortet, unter den Abteilungspräsidenten Ernst Spiro und Paul Levy. Wie Spiro und Levy wurde Sussmann als Reichsbahnbeamter entlassen, weil er Jude war.

     

    1935 zog Sussmann von Altona nach Hamburg. Nach dem Verkauf seines Hauses mietete er sich mit Ehefrau Selma am Rande des späteren nazistischen Regierungsviertels in Eimsbüttel-Harvestehude in der Magdalenenstrasse ein. Im selben Jahr wechselte er von der Altonaer in die Hamburger Jüdische Gemeinde. Während der Novemberpogrome 1938 wurde Sussmann verhaftet. In dem Jahr, in dem der Reichsbahnbeamte Sussmann regulär pensioniert worden wäre, wurden er und seine Frau Selma am 6. Dezember 1941 vom ehemaligen Hannoverschen Bahnhof nach Riga in den Tod deportiert.

    Treffpunkt: Bus15, Haltestelle Alsterchaussee, Dauer: 1,5 Stunden

    Eintritt: 5 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt frei
  • 29. September 2019, 11:00

    Die Susannenstraße

    Sechshundert Meter Kriminalgeschichte der Susannenstraße

    Treffpunkt: U-Bahnausgang Sternschanze

    Dauer: 2 Stunden

     

    Eintritt: 5 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt frei
  • 27. Oktober 2019, 11:00

    Der jüdisch-orthodoxe Friedhof Langenfelde

    Männer bitte mit Kopfbedeckung!

    Treffpunkt: S-Bahn Langenfelde

    Dauer: 1,5 Stunden

     

    Eintritt: 5 EuroFür Mitglieder der Geschichtswerkstatt frei