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Sielke Salomon zum 75. Geburtstag: Herzlichen Glückwunsch und ein herzliches Dankeschön von der Geschichtswerkstatt

Ohne die unermüdliche Forschungsarbeit und die engagierte Leidenschaft für die Geschichte Eimsbüttels wüssten wir heute viel weniger über die Vergangenheit unseres Stadtteils. Als Autorin schrieb Sielke Salomon die Grundlagenwerke zur Bau- und Architekturgeschichte – den Band „Eimsbütteler Facetten“ zur gründerzeitlichen Stadtteilentwicklung im Kaiserreich und das Buch „Bauen und Wohnen in Hamburg Eimsbüttel 1950-1968“ zum Wiederaufbau in der Nachkriegszeit. Zusammen mit Susanne Lohmeyer und Andrea Orth entdeckte sie eine Lokstedter Siedlung aus dem Jahr 1930 neu und publizierte den Ausstellungskatalog „Bauhausarchitektur in Lokstedt?“.

 

Sie arbeitete in der Projektgruppe „Juden in Hamburg-Eimsbüttel“ mit und hatte ihren Anteil an der Publikation „Wo Wurzeln waren …“. Ihre weiteren Forschungen zur Geschichte jüdischer Bürgerinnen und Bürger - den Verfolgten und ihren Helferinnen und Helfern in der NS-Zeit - dokumentierte sie in einem langen Aufsatz unter dem Titel: „Lebensmittelhilfe für Juden am Grindel“. Wichtige Anstöße kamen durch sie auch zur gegenwärtigen Migrationsgeschichte in Eimsbüttel.

 

Das heutige Renommee der Galerie Morgenland wurde durch Sielke Salomon maßgeblich mit thematisch spannenden Veranstaltungsreihen geschaffen - u.a. zu den Biografien jüdischer Sozialisten und historischer Frauengestalten. Ihr gelang es auch, bedeutende Autoren wie den Osteuropahistoriker Karl Schlögel für Vorträge zu gewinnen. Über die Fülle ihres historischen Wissens, das sie in stundenlangen Stadtteilrundgängen vermittelte, schwärmen noch heute die Galerie-Besucherinnen und –Besucher. Sie schuf durch ihre menschliche Wärme ein enges Vertrauensverhältnis zwischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und der Geschichtswerkstatt, u.a. zu Uwe Storjohann, Günter Discher, Liselotte Gerke, Kurt J. Scheffer, Joachim Grabbe, Wilfried Drust, Georg Möller und Elfie Buth.

Sielke Salomon bei der Eröffnung der von ihr und Jürgen Bönig recherchierten Ausstellung zur Geschichte der Eimsbütteler Firma Winter 2010 im Hamburg-Haus Eimsbüttel. Foto: GW Eimsbüttel

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Termine

  • 08. Januar 2022

    heimatlos zuhause

    Malerei von Antje Schönau

     

    8.1.- 27.1.2022

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  • 18. April 2022

    Die ehemalige Einkaufs- und Flaniermeile Eimsbütteler Chaussee

    An den Rand gedrängt durch die städtebauliche Entwicklung nach 1945?

     

    Im April beginnen unsere Stadtteilrundgänge wieder!

     

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