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Bauhausarchitektur in Lokstedt?

Dienstag, 02. April 2019, 19:30 UHR

Ausstellungseröffnung und Filmvorführung



Die Siedlung, begrenzt von Julius-Vosseler-Straße, Vizelinstraße, Beethovenallee und Repgowstieg wurde während der Weltwirtschaftskrise 1931 im damals noch preußischen Lokstedt errichtet. Der Entwurf stammte von den jüdischen Architekten Semmy und Bernd Engel sowie von Hermann Rickert. Semmy Engel arbeitete auch für jüdische Institutionen und entwarf z. B. die Bornplatzsynagoge. Vater und Sohn emigrierten nach 1933 verfolgungsbedingt nach London.

 

Beamte, Angestellte, Handwerker und einige Arbeiter erwarben die 133 Doppel- und Reihenhäuser. Etliche Käufer waren SPD- und Gewerkschaftsmitglieder. Gebaut wurde die Siedlung von der gemeinwirtschaftlichen Bauhütte Bauwohl. Vorbild war vermutlich auch die Siedlung Dessau-Törten von Bauhausdirektor Walter Gropius. Es handelt sich vermutlich um die einzige Einfamilienhaussiedlung in der Architektursprache des Bauhauses auf heutigem Hamburger Gebiet.

 

2008 erforschten Susanne Lohmeyer und Sielke Salomon die Siedlungsgeschichte für die Geschichtswerkstatt Eimsbüttel und schrieben die Texte. Andrea Orth gestaltete die Ausstellungstafeln und den Katalog, der bis heute lieferbar ist. Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Bauhaus“ zeigen wir die Ausstellung erneut sowie den zeitgenössischen Film „Bau der Siedlung Lokstedt 1931“.

 

Ausstellungskatalog
Eintritt: freiSpende erbeten

 

Gezeigt wird die Ausstellung vom 2. April bis 29. Mai 2019 jeden Dienstag und Mittwoch in der Zeit von 13.00 bis 18.00 Uhr.