Galerie Morgenland /

Öffnungszeiten:


Elimar & Mariel

Wie es war und wie es ist
und es scheint wie jeder meint.

Eine Ausstellung von Werner A. Schöffel
... mit den Mitteln der Fotografie
 


Vernissage:
Freitag, 1. Dezember 2017, 20 Uhr
Es begrüßt Sie Barbara Pier und zur Eröffnung spricht Dr. Thomas Piesbergen.

Werkstattgespräch:
Dienstag, 5. Dezember 2017, 20 Uhr

Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch 13-18 Uhr

Dauer der Ausstellung:
bis 20. Dezember 2017

Die Ausstellung wird gefördert vom Bezirksamt Eimsbüttel

 

Die Ausstellung »Elimar und Mariel« zeigt Bilder und Installationen zu Häusern in Hamburg-Eimsbüttel früher und heute. Der Titel ist ein Wortspiel und Anagram um den Dorfgründer Eimsbüttel namens Elimar. Werner Schöffel spielt mit Vorder- und Hintergründigem im Quartier, in dem er selbst zuhause ist.
In der Ausstellung werden Bilder und Installationen gezeigt, bei denen der Betrachter die Chance hat das Vergangene noch deutlich und das Gegenwärtige transparent überlagert zu sehen, bis hin zu Bildfragmenten in einer dominierenden Gegenwart. Adäquat zu der menschlichen Erfahrung, dass Erinnerung mit der Dauer zu einem Fragment wird.

Zeit als ein dominierendes künstlerisches Sujet von Werner Schöffel führt auch in dieser Arbeit den Betrachter wiederum zu spannenden Irritationen mit vermeintlich Altbekanntem.

Hintergrund, zur Entstehung der Ausstellung:
Seit Frühjahr 2004 lebt Werner Schöffel in Hamburg-Eimsbüttel. Im Frühjahr 2016 rückte er, den eigenen Wohnort ins Zentrum seiner künstlerischen Betrachtung.

Ausgehend von ersten Bildrecherchen im Archiv der Galerie Morgenland und mit Unterstützung von Jörg Petersen zog er in nächster Nähe durch die Straßen und entdeckte weiterhin existierende Häuser aus dem Archiv.

Wer in einem Stadtteil lebt, kennt die Häuser seines Kiezes zumeist von Außen und nur seine eigene Wohnung und vielleicht noch die vom Nachbarn von innen.
Werner Schöffel zeigt auch einen Raum von innen, der nicht jedem offensteht. Gleichzeitig ist dieser Raum wie ein Vakuum in der Zeit, es gibt diesen Raum, den keiner mehr nutzt, wer braucht diesen, wie lautet seine Daseinsberechtigung?
Es handelt sich um die vier Wände des obersten Dachbodens im Kirchturm der ehemaligen St. Stephanuskirche, die u.a. als Installation gezeigt werden.

Warum dieser Titel?
Wie auch alle anderen im Hamburger Raum auf die Endung »büttel« lautenden Stadtteilnamen, muss Eimsbüttel einer Gründung aus sächsischer Zeit zugerechnet werden. »Büttel« bedeutet soviel wie Siedlung oder Wohnstätte auf sicherem Boden. Die Vorsilbe gab meist den Dorfgründer an, in diesem Fall einen Mann namens Elimar [siehe auch Poppenbüttel: Poppilo, Hummelsbüttel: Hunmar, Wellingsbüttel: Walding, etc.]
… aus ·Die Namen der Hamburger Stadtteile· Woher sie kommen und was sie bedeuten. Komplett von A - Z von Horst Beckershaus, Europäische Verlagsanstalt (eva); Auflage: 2 (31. März 2009)